HPV-Infektionen: was du wissen solltest OH MY! FANTASY

HPV-Infektionen: das solltest du darüber wissen

HPV (Humanes Papillomavirus) ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Hier erfährst du alles über die Entstehung der HPV-Infektion, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und wichtige Vorbeugungsmaßnahmen.  

Entstehung einer HPV-Infektion

HPV-Viren werden durch ungeschützten vaginalen, oralen oder analen Sex übertragen. Da HPV durch Hautkontakt verbreitet wird, kann die HPV-Infektion auch nur durch den Gebrauch von gemeinsam genutzten Sexspielzeugen oder durch intime Berührungen weitergegeben werden. Jede Frau kann HPV bekommen, unabhängig von ihrem Alter oder ihrer sexuellen Orientierung und die Infektion kann auch bei Frauen auftreten, die nur einen Sexualpartner oder keinen Geschlechtsverkehr haben. Umso wichtiger ist es also, wie bei allen sexuell übertragbaren Krankheiten, dich regelmäßig von deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin durchchecken zu lassen. 

Bunte HPV-Viren

Symptome einer HPV-Infektion

Symptome von HPV können ganz unterschiedlich sein, je nachdem, welche Art von HPV-Infektion vorliegt. Einige Arten von HPV verursachen sichtbare Warzen im Genitalbereich oder im Analbereich. Bei Frauen treten die Warzen häufig an den Schamlippen, am Gebärmutterhals oder in der Vagina auf.  Diese können flach oder hoch gewölbt sein, einzeln oder in Gruppen vorkommen, in Größe und Farbe variieren und jucken oder bluten. Manchmal sind sie zusätzlich auch schmerzhaft.

Andere Arten von HPV-Infektionen verursachen keine sichtbaren Warzen, sondern erhöhen das Risiko für bestimmte Krebsarten. Frauen können beispielsweise eine HPV-Infektion im Gebärmutterhals haben, die zu abnormalen Zellveränderungen am Gebärmutterhals und Vagina führen und so das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöhen. 

Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass viele Menschen mit HPV keine Symptome haben und sich dessen möglicherweise nicht bewusst sind. Wenn du  aber Symptome hast oder vermutest, dass du mit HPV infiziert bist, solltest du dich schnellstmöglich an deinen Arzt oder deine Ärztin wenden. 

Behandlung einer HPV-Infektion

Die Behandlungsmöglichkeiten von HPV variieren je nach Art der Infektion, den betroffenen Körperstellen und den damit verbundenen Symptomen. Leider gibt es derzeit noch keine Heilung für eine HPV-Infektion, aber bestimmte Behandlungsoptionen helfen dabei, die Symptome zu lindern und das Risiko von Komplikationen zu reduzieren.

Hier sind einige gängige Behandlungsoptionen: 

  1. Watchful Waiting: Bei einigen Menschen heilt eine HPV-Infektion von selbst ab und es sind keine Behandlungen erforderlich. Dies ist jedoch meist nur bei niedrigrisiko HPV-Typen der Fall. Dein Arzt oder deine Ärztin kann eine sogenannte "watchful waiting" Strategie vorschlagen, bei der du regelmäßige Untersuchungen durchführen lässt, um sicherzustellen, dass sich das Virus nicht verschlimmert oder Komplikationen verursacht.
  2. Medizinische Behandlungen: Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung von HPV-Symptomen eingesetzt werden können. Zum Beispiel können antivirale Medikamente wie Aciclovir und Valaciclovir zur Behandlung von Warzen angewendet werden. Bei Warzen auf der Haut oder den Schleimhäuten besteht die Möglichkeit, Medikamente direkt auf die betroffene Stelle aufzutragen, um sie zu entfernen. Eine Methode ist die Anwendung von chemischen Mitteln wie Trichloressigsäure (TCA) oder Podophyllin. Eine andere Methode ist die Anwendung von Kryotherapie, bei der die betroffene Stelle durch Einfrieren entfernt wird. Auch eine Laserbehandlung oder eine Elektrokoagulation (Vereisung mit Strom) können durchgeführt werden
  3. Chirurgische Eingriffe: In einigen Fällen ist eine Operation notwendig, um HPV-Symptome zu behandeln. Beispielsweise können Warzen, die nicht auf andere Behandlungen ansprechen, chirurgisch entfernt werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn eine Biopsie der Warze empfohlen wird oder wenn sich Krebsvorstufen entwickeln.
  4. Immuntherapie: Eine HPV-Infektion kann behandelt werden, indem das Immunsystem gestärkt wird. Eine Möglichkeit ist die Verabreichung von Interferon, einer Substanz, die das Immunsystem unterstützt und stärkt.

Es ist wichtig zu beachten,  dass die Behandlung einer HPV-Infektion in der Regel nur dazu dient, Symptome zu lindern und nicht die Infektion selbst zu heilen. Leider ist keine Behandlungsmethode zu 100% wirksam und es ist auch möglich, dass eine HPV-Infektion trotz einer erfolgreichen Behandlung im Körper verbleibt und später zurückkehrt. Umso wichtiger ist es, regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen.

So kannst du deine Therapie gegen eine HPV-Infektion mit Hausmitteln unterstützen

Es gibt einige Hausmittel, die zur Unterstützung einer Therapie gegen HPV beitragen können, indem sie das Immunsystem stärken und den Körper bei der Bekämpfung der Infektion unterstützen. Bitte beachte, dass Hausmittel allein nicht ausreichend sind, um eine HPV-Infektion zu heilen und eine medizinische Behandlung notwendig ist. Hier sind einige Hausmittel, die zur Unterstützung deiner HPV-Therapie beitragen können:

  1. Vitamin C: Vitamin C ist bekannt dafür, das Immunsystem zu stärken und kann so dabei helfen, HPV-Infektionen zu bekämpfen. Es ist in vielen Früchten und Gemüsesorten wie Orangen, Paprika und Brokkoli enthalten oder du greifst zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin C
  2. Knoblauch: Knoblauch enthält schwefelhaltige Verbindungen, die antimikrobielle und antivirale Eigenschaften haben. Es kann daher dazu beitragen, HPV-Infektionen zu bekämpfen. Knoblauch kann roh gegessen oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden.
  3. Grüner Tee: Grüner Tee enthält Antioxidantien, die das Immunsystem stärken und so dabei helfen können, HPV-Infektionen zu bekämpfen. Außerdem enthält er EGCG, eine Verbindung, die für ihre antiviralen Eigenschaften bekannt ist.
  4. Probiotika: Probiotika helfen dabei, das Gleichgewicht der Darmbakterien wiederherzustellen und das Immunsystem zu stärken. Dies kann positiv zur Bekämpfung von HPV-Infektionen beitragen. Probiotika sind in Joghurt, Kefir und fermentierten Lebensmitteln wie Kimchi und Sauerkraut enthalten.
  5. Aloe Vera: Aloe Vera enthält antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften und kann daher dazu beitragen, die Symptome von HPV-Infektionen zu lindern. Du kannst es zum Beispiel als Gel auf die betroffene Stelle aufgetragen.

Es ist aber sehr wichtig zu betonen, dass Hausmittel nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung dienen sollten, sondern nur als Ergänzung dazu. Bevor du also Hausmittel anwendest, solltest du immer deinen Arzt oder deine Ärztin konsultieren, um sicherzustellen, dass sie keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben oder die medizinische Behandlung beeinträchtigen.

 

Spritze zur HPV-Impfung

 

Vorbeugung einer HPV-Infektion

Du möchtest wissen, wie du eine HPV-Infektion vermeiden kannst? Hier findest du einige Maßnahmen, die das Risiko einer HPV-Infektion reduzieren können:

  1. HPV-Impfung: Eine der effektivsten Methoden, um eine HPV-Infektion zu verhindern, ist die HPV-Impfung. Die Impfung wird in der Regel für Jungen und Mädchen im Alter von 9-14 Jahren empfohlen und ist besonders wirksam, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt. Sie schützt vor den Viren, die die meisten Krebsarten und Genitalwarzen verursachen, aber nicht gegen alle Arten von HPV, daher ist es wichtig, sich weiterhin regelmäßig auf HPV untersuchen zu lassen. Die Impfung wird in der Regel in drei Dosen im Verlauf von sechs Monaten verabreicht.
  2. Verwendung von Kondomen: Der Gebrauch von Kondomen kann das Risiko einer HPV-Übertragung reduzieren, aber es bietet keinen vollständigen Schutz. Das Kondom sollte idealerweise während des gesamten Geschlechtsverkehrs verwendet werden, um das Risiko einer Infektion zu minimieren.
  3. Safe Sex: Die Verwendung von Gleitmittel und Feuchttüchern kann dabei helfen, das Infektionsrisiko zu reduzieren. Auch solltest du sexuellen Kontakt mit Personen vermeiden, die Anzeichen von Warzen oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten haben.
  4. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, einschließlich Pap-Tests und HPV-Tests, können helfen, frühzeitig Anzeichen einer HPV-Infektion oder Zervixkrebs zu erkennen und zu behandeln.
  5. Gesunder Lebensstil: Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung können das Immunsystem stärken und dazu beitragen, das Risiko einer HPV-Infektion zu reduzieren.

Fazit HPV-Infektion

Insgesamt können diese Maßnahmen dabei helfen, einer HPV-Infektion vorzubeugen. Am wichtigsten ist, gut auf deinen Körper zu achten, regelmäßige Check-Ups bei deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin zu vereinbaren und dir über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von einer HPV-Infektion im Klaren zu sein.

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