Was ist der Equal Pay Day?

Was ist der Equal Pay Day?

Am 7. März ist der Equal Pay Day. Doch was sagt uns der Aktionstag, der auf den Lohnunterschied zwischen Frauen* und Männern* aufmerksam machen soll? Und was hat der Gender Pay Gap damit zu tun? Wir verraten es euch.


Was ist der Equal Pay Day?

Der Equal Pay Day markiert den Tag im neuen Jahr, bis zu dem Frauen* länger arbeiten müssen, um denselben Lohn zu verdienen, wie die Männer* im Vorjahr, die sogenannte Entgeltgleichheit. Oder andersherum, der Tag im neuen Jahr bis zu dem Frauen* quasi für lau arbeiten, weil sie weniger verdienen.

Die Idee zu diesem Tag stammt aus den USA, wo er 1966 vom “National Committee on Pay Equity” ins Leben gerufen wurde. Das Motto von damals: “Gleicher Lohn, für Gleiche Arbeit” gilt auch heute noch. Eigentlich könnte man fast von einem Akt der Verzweiflung sprechen, denn die Aktivistin Susan B. Anthony hatte diese Idee bereits 1868 losgetreten und in den 1960er Jahren war noch immer keine signifikante Änderung zu vermerken. Dieser Trend setzt sich leider fort. 

1988 kommen wir dann endlich zu unserer roten Tasche, ihr wisst schon, die vom Valentinstag. Sie wird das Symbol für die roten Zahlen im Geldbeutel von Frauen*. 2008 kommt der Equal Pay Day dann nach Deutschland und 2011 findet er europaweit statt, was leider nicht heißt, dass er in allen europäischen Ländern stattfindet (sondern nur in 23), nur um Verwirrungen oder verfrühte Freudensprünge zu vermeiden. 

Verdienen Frauen* wirklich weniger als Männer*?

Diese Frage ist so einfach, wie sie komplex ist. Aber fürchtet euch nicht: ich wage einen Erklärungsversuch, der so umfassend und anschaulich ist, dass ihr bei zukünftigen Diskussionen um das Thema, so gut gewappnet sein werdet, wie so manche Kanzlerkandidat*in beim TV-Duell. Ich empfehle euch allerdings einen starken Kaffee oder grünen Tee (ich habe mir sagen lassen, das hilft auch) und daneben ein Glas mit dem Alkohol eurer Wahl und/oder eine Tafel Schokolade, denn einiges, was ich euch gleich erzählen werde, ist nichts für schwache Nerven.

Was ist der Unterschied zwischen dem unbereinigten und bereinigten Gender Pay Gap?

Lasst uns am besten ganz am Anfang beginnen mit: Es waren einmal… Männer* und Frauen* in der Arbeitswelt (wer sich an der binären Geschlechteraufteilung stört, den/die bitte ich höflichst um Verzeihung, aber hier handelt es sich um eine weitere Lücke: eine sogenannte Datenlücke für alle non-binären Menschen). Im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter, die uns in Deutschland, wie in vielen anderen Ländern theoretisch zugesichert wird, macht es ja durchaus Sinn, sich mal anzuschauen: “Hey, verdienen Männer* und Frauen* eigentlich gleich viel?”.


Der unbereinigte Gender Pay Gap

Dafür müssen wir einfach nur vergleichen, was Männer* im Schnitt verdienen mit dem, was Frauen* im Schnitt verdienen. Gesagt, getan: es werden durchschnittliche Bruttostundenverdienste von Männern* und Frauen* verglichen und dabei kommt heraus: Männer* verdienten 2020 durchschnittlich 22,78 Euro pro Stunde und Frauen* 18,62 Euro pro Stunde. Das ist ein Unterschied von 18 %, also 4,18 Euro. Damit sehen wir im EU-Vergleich ziemlich schlecht aus, außer Ostdeutschland, hier sieht es deutlich besser aus, mmh, ein Grund umzuziehen? 

Frauen*  in Deutschland müssen also im Schnitt 18% mehr arbeiten, um auf denselben Lohn zu kommen und so berechnet sich auch das Datum für den Equal Pay Day. Tada! Aber wer hier jetzt denkt: “Hat die nicht gesagt, es wird komplex, das war ja super einfach!”, den/die muss ich leider enttäuschen: that was the easy part. Denn das, was ich gerade vorgestellt habe, war nur der sogenannte “unbereinigte Verdienstunterschied”. Wer jetzt beim Wort “reinigen”, wie ich, an seine Berge dreckiger Wäsche denken muss oder daran, dass das Bad mal wieder geputzt gehört, dem/der gebe ich hier eine Minute, um sich darum zu kümmern.

Der bereinigte Gender Pay Gap

Denn jetzt kommen wir zum - Trommelwirbel - “bereinigten Verdienstunterschied”. Was kann der, was der unbereinigte Gender Pay Gap nicht kann? Er berücksichtigt zusätzliche Faktoren, nämlich Branchen, Berufe, Ausbildung, Beschäftigungsumfang (Teilzeit oder Vollzeit), Berufserfahrung, ob man eine Führungsposition hat oder nicht. Denn man will nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, oder das Gehalt einer Investmentbankerin mit dem eines Erziehers. Das heißt Gehaltsunterschiede können ja durchaus berechtigt sein und dies soll in dem bereinigten Gender Pay Gap berücksichtigt werden. 

Der bereinigte Gender Pay Gap in Deutschland lag in den letzten Jahren unverändert bei 6%, also 1,28 Euro Bruttostundenlohn und wird nur alle vier Jahre neu berechnet, zuletzt 2018. Jetzt könnten wir ja alle kollektiv aufatmen und uns denken, was sind schon 6% oder 1,28 Euro? Was soll die ganze Aufregung? Ist doch alles nicht so schlimm. Und wieso begehen wir den Equal Pay Day dann nicht schon Ende Januar?

Zunächst mal, sollten wir doch festhalten, dass diese 6% trotzdem problematisch sind, wenn es dafür keine stichhaltigen Gründe gibt, auch wenn das statistische Bundesamt hier von einer Obergrenze spricht. Und obwohl es sich zunächst so anhört, als ob der bereinigte Verdienstunterschied aussagekräftiger ist, und das mitunter auch suggeriert wird, müssen wir uns den unbereinigten Gender Pay Gap genauer ansehen. Denn hier kommen wir zum Kern unseres Problems und das sind strukturelle Gründe. Das bedeutet, Gründe die gesellschaftlich verankert sind und zu dieser Lohnungleichheit führen. Und hier gibt es, wie beim Klimawandel oder Corona, das größte Leugnungspotential. Aber bevor wir uns darin verlieren, sehen wir uns noch einmal den aktuellen Stand genauer an.

Schreibmaschine Equality geschrieben

Warum verdienen Frauen* weniger als Männer*? Ursachen für den Gender Pay Gap

Wie uns das Statistische Bundesamt zu beruhigen versucht, verdienen Frauen* hauptsächlich deshalb weniger, weil sie meist:

  • in Branchen mit niedrigerem Lohn tätig sind,
  • Teilzeit arbeiten oder in Minijobs, 
  • seltener Führungspositionen innehaben,
  • häufiger Erwerbsunterbrechungen haben

Gleichzeitig sind Frauen* aber, statistisch gesehen, besser ausgebildet. Wenn man sich diese Punkte so anschaut, drängen sich einem geradezu unweigerlich verschiedene Fragen auf: weshalb treffen Frauen* so unfassbar ungünstige Entscheidungen in ihrem Leben? Könnten sie nicht in anderen Branchen tätig sein? Mehr arbeiten? Sich mal anstrengen, um in eine Führungsposition zu kommen? Und weniger “Erwerbsunterbrechungen” was ja nur ein anderes Wort für “Pausen” ist, machen? Im Lesen ist ein sarkastischer Unterton ja schwer zu vermitteln, deshalb bitte ich um erneutes Lesen der Fragen mit ebendiesem. Denn die Entscheidungen von Frauen* für einen bestimmten Beruf und die Art der Berufsausübung - übrigens genauso die von Männern*- finden nicht in einem sozialen Vakuum statt, sondern sind von vielen Faktoren abhängig. Bitte also nicht dem Mythos des “freien Willens” erliegen und diesem alles in die Schuhe schieben.

Gründe für Teilzeitarbeit

Widmen wir uns aber mal der ersten Frage: weshalb treffen Frauen* so unfassbar ungünstige Entscheidungen was ihre berufliche Karriere angeht? Dazu müssen wir ihre Entscheidungen näher beleuchten. Nehmen wir also die Teilzeitarbeit: hier berichtet das Statistische Bundesamt, dass die meisten Frauen* als Hauptgrund für die Arbeit in Teilzeit “die Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen (31 %) beziehungsweise andere familiäre oder persönliche Verpflichtungen (17 %)” angeben. Nun ist ist es natürlich so, dass Männer* diese Verpflichtungen ebenfalls haben, aber warum werden sie dann so ungleich zwischen den Geschlechtern aufgeteilt (Frauen* machen immerhin 79% der Teilzeitarbeitenden aus)? 

Bei heterosexuellen Paaren,  gibt es sicherlich den einfachen rechnerischen Grund, der sich aus dem Gender Pay Gap ergibt: es macht einfach mehr Sinn, dass die Person mehr arbeitet, die auch mehr verdient und das ist eben meist der Mann*, vor allem dann, wenn andere Aufgaben, wie die Pflege von Kindern oder Angehörigen ansteht. Mal ehrlich: die wenigsten können es sich leisten, auf Einkommen zu verzichten, um geschlechtergerecht zu handeln. Zusätzlich gibt es auch unterschiedliche Erwartungshaltungen: Frauen* wird öfter das Kümmern, Pflegen, Versorgen von anderen zugeschrieben und so ergibt es sich “natürlicherweise”, dass sie diese Aufgaben auch übernehmen. Es ist auch gesellschaftlich akzeptierter, als das Gegenteil: man beachte dazu die gesellschaftliche Haltung gegenüber Hausmännern* im Vergleich zu Hausfrauen* beispielsweise.  

Mann sitzt auf Euro Münzen

Nachteile von Teilzeitarbeit       

Die Teilzeitarbeit ist aber in mehrerlei Hinsicht nachteilig: der Stundenlohn ist niedriger als bei der Vollzeitarbeit, obwohl man ja davon ausgehen könnte, dass die Person in Teilzeit genauso viel pro Stunde macht wie in Vollzeit. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall: Menschen, die in Teilzeit arbeiten sind produktiver. Nicht umsonst ist der Ruf nach der 4-Tage-Woche oder reduzierter Wochen-arbeitszeit so groß: es könnte wirtschaftlicher und besser für Arbeitnehmer*innen sein

Aber die Teilzeit macht es auch unwahrscheinlicher befördert zu werden, das gilt bei Tarifverträgen im öffentlichen Dienst, genauso wie in Unternehmen: wer länger und mehr arbeitet, wird dafür belohnt und befördert. Wenn wir uns aber mal von dieser Vorstellung befreien, dann könnten wir uns doch aber auch vorstellen, dass jemand in Teilzeit auch ein*e gute Chef*in sein könnte. Ich weiß: crazy Gedanke! Aber meist ist das ja auch nicht der einzige Grund, weshalb wir so wenige Frauen* in Führungspositionen finden. 

Zusätzlich ergibt sich in Teilzeit noch eine steuerliche Benachteiligung, denn das Modell eine*r Hauptverdiener*in und eine*r Nebenverdiener*in, wird z.B. durch Lohn- und Einkommenssteuer und das Ehegattensplitting begünstigt und Frauen*, die ja meist die Nebenverdiener*innen sind, haben dadurch zum Schluss deutlich weniger auf dem Konto.

Vom Gender Pay Gap zum Gender Pension Gap

Und zu guter Letzt, führt die Teilzeitarbeit und Mini- oder Midijobs dazu, - findet es noch jemand verstörend, dass Jobs dieselbe Einteilung wie Röcke und Kleider haben? -  dass Frauen* vom Gender Pay Gap in den Gender Pension Gap schlittern. Ja, meine Damen*, Altersarmut betrifft überwiegend Frauen*, denn unsere Erwerbsunterbrechungen, aka die Pflege unserer Kinder oder anderer Angehöriger und Arbeit in Teilzeit führt dazu, dass wir weniger in die Rentenkasse einzahlen und damit am Ende auch weniger herausbekommen. Wenn das nicht alles gute Gründe sind, einen ausschweifenden Lebensstil zu führen, der ein frühes Ableben begünstigt, dann weiß ich auch nicht, denn alt UND arm zu sein hört sich nicht besonders verlockend an. 

Aber was ist nun mit unserer ursprünglicher Berufswahl? Da könnte man doch mit dem Finger darauf zeigen und als den Ursprung allen Übels sehen. Frauen* wählen eben meist typische Frauen*berufe, die gut mit Kindern oder anderen Verpflichtungen zu kombinieren sind. Wieso gehen wir dann nicht in andere Branchen? Aber eigentlich ist das doch die falsche Frage. Denn die eigentliche Frage ist ja schon fast philosophisch: was bestimmt den Wert unserer Arbeit?

 Schreibmaschine Gender Roles geschrieben

Wieviel ist deine Arbeit wert?

Männer*dominierte Berufe vs. Frauen*dominierte Berufe

Spätestens seit Corona wissen wir: die “systemrelevanten Berufe”, also die, ohne die es nicht geht, sind nicht gleichzeitig die bestbezahltesten, obwohl man ja intuitiv davon ausgehen könnte. Aber was definiert dann den Wert einer Arbeit und vor allem auch wer? Denn auch hier müssen wir feststellen, dass es nicht unbedingt mit rechten Dingen zugeht. in sogenannten typischen Frauen*berufen, wie Erzieher*innen, Krankenpfleger*innen sind die Löhne niedriger als in typischen Männer*berufen. das hängt oft auch damit zusammen, dass “Care-Arbeit” einen geringeren Wert zugeschrieben bekommt als körperliche Arbeit. Oft lässt sich die Wertigkeit aber nicht rein rational begründen. 

Das es bei der Bewertung der Arbeit in gender-segregierten Berufen nicht um den Wert der Arbeit an sich geht, zeigt sich vor allem, wenn ein Wechsel stattfindet. Zum Beispiel kommt es zu einer Abwertung, wenn sich die Anzahl von Frauen* in einem männer*dominierten Beruf signifikant erhöht. Das heißt die Löhne werden geringer und meist auch das Ansehen des Berufs. Ein Beispiel hierfür ist der Beruf als Ärzt*in. Im Gegenteil dazu, kommt es zu einer Aufwertung von Frauen*berufen, wenn mehr Männer* sie ergreifen. Löhne und Ansehen steigen. Ein bekanntes Beispiel ist der Beginn der Softwareentwicklung. Heute ein männer*dominierter Beruf, mit gutem Ansehen und Entlohnung. Das ist er allerdings erst seit Frauen* aus diesem Beruf verdrängt wurden. Tatsächlich übten diesen Beruf in den 1960er Jahren hauptsächlich Frauen* aus und heute versuchen wir krampfhaft diesen Trend wieder umzukehren, aber mit welchem Ziel? Denn diese Entwicklungen zeigen, warum es das Problem des Gender Pay Gaps nicht lösen wird, wenn Frauen* “einfach nur” die Branchen wechseln, da damit auch eine Abwertung ebendieser Berufe einhergeht. Hier empfehle ich einen beherzten Schluck Alkohol oder ein Stückchen von der bereit gelegten Schokolade.

Unbezahlte Arbeit

Wer nun denkt: “Bitte genug der schlechten Nachrichten für Frauen*”, den muss ich leider enttäuschen. Denn der Gender Pay Gap misst “nur” die Lücke in der Lohnarbeit, aber nicht in der tatsächlich geleisteten Arbeit von Männern* und Frauen*. Denn den Großteil der Arbeit den Frauen* leisten ist gänzlich unbezahlt. Und dafür, dass sie diese Arbeit leisten, werden sie, wie wir gesehen haben, in der Lohnarbeit benachteiligt. Hierzu empfehle ich auch wärmstens den Ted Talk der Ökonomin Marylin Waring, die uns klar macht, dass, obwohl diese unbezahlte Arbeit den größten Teil der Wirtschaft vieler Länder ausmacht (in reinen Arbeitsstunden), taucht sie in nicht in Berechnungen zum Wirtschaftswachstum, wie dem Bruttoinlandsprodukt überhaupt nicht auf. Und genauso tauchen diese Arbeitsstunden auch auf den Konten von Frauen* nicht auf. Wir hätten in der Zeit also genauso gut Däumchen drehen können.

Staubsauger saugt Konfetti

Warum sollte ich den Equal Pay Day feiern? 

Wer jetzt noch nicht fieberhaft seinen Schrank nach einer roten Tasche durchwühlt hat oder sich nach Veranstaltungen in seiner/ihrer Nähe zum Equal Pay Day umgesehen hat, dem mache ich ihm/ihr noch ein bisschen schmackhaft. Denn der Equal Pay Day schlägt auch einige Lösungen vor, um die Lohngleichheit zu fördern, nämlich:

  • Lohntransparenz: wenn nicht klar ist, wer wieviel verdient und warum, ist es auch schwer Ungleichheiten nachzuweisen.
  • Aufwertung von frauen*dominierten Berufen: nicht nur in der Wahrnehmung, sondern auch durch eine bessere Entlohnung
  • Ermutigung von Frauen* und Mädchen in MINT-Berufen (und Ausbildungen) tätig zu sein
  • Förderung von Frauen* in Führungspositionen zu gelangen
  • Berücksichtigung von “Fehlzeiten” durch Pflege von Kindern oder Angehörigen und Hilfe beim Wiedereinstieg
  • Bewusstmachen von Rollenstereotypen und Verzicht darauf, z.B. bei der Berufsberatung

Vor allem aber setzt sich der Equal Pay Day dafür ein, dass Frauen* bei der zukünftigen Gestaltung des Berufslebens mit quatschen, denn das fördert automatisch, dass die Situation von Frauen* berücksichtigt wird und sich somit auch verbessert.

Aber letztendlich geht es ja nicht darum, dass Frauen* sich perfekt an die momentanen Gegebenheiten anpassen und es den Männern* gleich tun, denn das funktioniert nicht. Oft wird doch einfach erwartet, dass Frauen* einfach selbstbewusster in Gehaltsverhandlungen oder Beförderungsgespräche gehen, sich für MINT-Berufe entscheiden, Vollzeit arbeiten und gleich nach dem Mutterschutz wieder in den Beruf einsteigen, also einfach mehr wie Männer* werden. Aber damit würden sie sich nur Gegebenheiten anpassen, die nicht für sie gemacht sind, die ihre Lebenswirklichkeit nicht berücksichtigen. Außerdem ist es zu kurz gedacht, weil das Problem der unbezahlten Arbeit bleibt und ich bin mir sicher auch viele Männer* finden das System, wie es ist, nicht immer rosig. Es geht vielmehr um ein Umdenken, ein neu denken von Arbeit ganz allgemein und von Lohnarbeit im Speziellen. Also nutzt diesen Tag, den 7. März, um zu träumen, Dinge radikal neu zu denken, alles in Frage zu stellen und gebt dem am besten noch eine Stimme, ob virtuell, auf der Straße oder einfach auch nur symbolisch, in Form einer roten Tasche.